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Ascona ist eines der aussergewöhnlichsten Kunstzentren der Schweiz. Bereits 1922 beschlossen die in Ascona ansässigen Künstler, je ein Werk zu stiften — damit entstand das Museo Comunale d’Arte Moderna. Heute hütet es Werke von Paul Klee, Marianne Werefkin, Alexej Jawlensky und Cuno Amiet in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert in der Via Borgo, zu Fuß vom Albergo Carcani. Das Museo Castello San Materno ergänzt die Sammlung seit 2014 in einem weiteren historischen Gebäude.
Weitere Informationen: Region Ascona-Locarno.
Die zwei Kunstmuseen von Ascona
| Museo Comunale d’Arte ModernaVia Borgo 34, Ascona • Modernes Museum • Gegründet 1922 |
| ⏰ März–Dezember: Di–Sa 10:00–12:00 und 14:00–17:00 Uhr. So und Feiertage: 10:30–12:30 Uhr. Montag geschlossen.🏷️ Erwachsene CHF 10 • Ermässigt CHF 7 • Bis 18 Jahre gratis. Museumspass akzeptiert.⚠️ Aktuell geschlossen (Renovation). Wiedereröffnung 13. Juni 2026. Werefkin-Werke bis dahin nicht zugänglich. |
| Museo Castello San MaternoVia Bartolomeo Colleoni 16, Ascona • Historisches Schloss • Eröffnet 2014 |
| ⏰ 2026: Do–Sa 10:00–12:00 und 14:00–17:00 Uhr. So und Feiertage: 14:00–16:00 Uhr. Mo–Mi geschlossen. Geschlossen 13.–25. April und 24. August–4. September 2026.🏷️ Erwachsene CHF 10 • Ermässigt CHF 7 • Bis 18 Jahre gratis. Kombiticket beide Museen CHF 12 / CHF 8 (7 Tage gültig). |
Weitere Informationen: Ascona Reiseführer.
Weitere Informationen: Aktivitäten in Ascona.
Weitere Informationen: Museen Ascona offizielle Website.
Was das Museo Comunale so besonders macht
Die Gemeindesammlung entstand nicht durch Ankauf, sondern durch Schenkung. Als 1922 viele der in Ascona ansässigen Künstler beschlossen, je ein Werk zu stiften, wurde der Grundstock für ein Museum gelegt, das die Kunstgeschichte des Tessiner Ortes direkt widerspiegelt.
Zu den bedeutendsten Werken gehören der Mädchenkopf von Alexej Jawlensky, die Obsternte von Cuno Amiet und Das rote Haus von Paul Klee. Alle drei wurden von der russischen Malerin Marianne Werefkin gestiftet, zusammen mit fünf ihrer eigenen Werke.
Weitere Informationen: Ascona-Locarno Tourismus.
Die Marianne-Werefkin-Stiftung: Herzstück des Museums
Mit 90 Gemälden, 170 Skizzenbüchern und 500 Skizzen beherbergt das Museum die weltweit grösste Sammlung von Marianne Werefkin. Die russische Avantgarde-Künstlerin, eine Schlüsselfigur des Blauen Reiters, lebte ab 1918 in Ascona und prägte die Kunstszene des Ortes bis zu ihrem Tod 1938.
1924 gründete Werefkin gemeinsam mit Walter Helbig, Otto Niemeyer-Holstein, Albert Kohler, Ernst Frick, Otto van Rees und Gordon Mallet McCouch die Künstlervereinigung Der Grosse Bär, die bis heute die Sammlung prägt.
Carl Weidemeyer und Charlotte Bara
Carl Weidemeyer, Künstler und Architekt der Bauhaus-Schule, liess sich in den frühen 1920er Jahren im Tessin nieder. Er erbaute 1928 das Theater San Materno — heute ein denkmalgeschütztes Gebäude. Charlotte Bara, Weltberühmtheit als Ausdruckstänzerin, besass dieses Theater und hinterliess dem Museum bedeutende Werke.
Die Richard und Uli Seewald Stiftung
Neben Werken Richard Seewalds, Professor an der Akademie der Bildenden Künste München, umfasst diese Stiftung einen Utrillo, einen weiteren Klee, eine Zeichnung von Franz Marc und ein Aquarell von Kubin.
Das Museo Castello San Materno
Das 2014 eröffnete Castello San Materno ergänzt die Sammlung der Gemeinde in einem historischen Schlossgebäude. Hier werden Wechselausstellungen gezeigt und Teile der Gemeindesammlung präsentiert, die im Stammhaus nicht dauerhaft ausgestellt werden können.
Das Gebäude liegt in der Via Bartolomeo Colleoni, wenige Gehminuten vom Albergo Carcani. Mit dem Kombiticket (CHF 12 / CHF 8, 7 Tage gültig) können beide Museen besucht werden.
Tipp vom Carcani: Das Kombiticket ist 7 Tage gültig — ideal für einen Besuch verteilt auf zwei Tage. Morgens ins Castello San Materno, nachmittags ins Comunale oder umgekehrt. Beide Museen sind in wenigen Gehminuten vom Carcani erreichbar.
FAQ
| Frage | Antwort |
| Ist das Museo Comunale d’Arte Moderna Ascona geöffnet? | Das Museum ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für den 13. Juni 2026 geplant, mit einer neuen Ausstellung (Luisa Figini – Antologica). Das Museo Castello San Materno ist in der Zwischenzeit geöffnet. |
| Was kostet der Eintritt in die Museen von Ascona? | Erwachsene: CHF 10. Ermässigt (AHV, Studierende, Gruppen ab 15 Personen): CHF 7. Jugendliche bis 18 Jahre: gratis. Kombiticket für beide Museen: CHF 12 (voll) / CHF 8 (ermässigt), 7 Tage gültig. |
| Welche Werke sind im Museo Comunale Ascona? | Zu den bedeutendsten Werken gehören der Mädchenkopf von Alexej Jawlensky, Die Obsternte von Cuno Amiet und Das rote Haus von Paul Klee. Das Herzstück ist die Marianne-Werefkin-Stiftung mit 90 Gemälden und 170 Skizzenbüchern. |
| Wie weit sind die Museen vom Albergo Carcani entfernt? | Beide Museen sind zu Fuß erreichbar. Das Museo Comunale d’Arte Moderna liegt in der Via Borgo, ca. 5 Gehminuten vom Carcani. Das Museo Castello San Materno ist ebenfalls in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. |
| Wer war Marianne Werefkin? | Marianne Werefkin war eine russische Avantgarde-Künstlerin und Schlüsselfigur des Blauen Reiters. Ab 1918 lebte sie in Ascona, wo sie 1924 die Künstlervereinigung Der Grosse Bär gründete. Sie starb 1938 in Ascona. Das Museum beherbergt die weltgrösste Werefkin-Sammlung. |


